Extensiv
genutzte Wiese
Extensiv genutzte Wiesen werden nicht gedüngt und erst spät gemäht. Der Verzicht auf Düngung fördert das Vorkommen einer hohen Pflanzenvielfalt. Sie bieten zahlreichen Tierarten Nahrung, Deckung und je nach Struktur, auch Brut- und Rückzugsräume.
Aufwand
2 von 4
Mehrwert für den Betrieb
Liefern kräuterreiches Futter.
- Sichern Direktzahlungen und Beiträge für Bio-diversitätsleistungen.
- Werten das Landschaftsbild auf.
Umsetzung
- Keine Düngung und Pflanzenschutzmittel (Ein-zelstockbehandlung von Problempflanzen er-laubt).
- Spät schneiden: ab 15. Juni in Tal- und Hügelzo-ne, ab 1. Juli in Bergzone I, II und ab 15. Juli in Bergzone III, IV.
- Rückzugsstreifen von 5–20 % stehen lassen
- Schonend mähen (z. B. von innen nach aussen, Schnitthöhe 7–9 cm).
Diese Massnahme fördert
BraunkehlchenJunge Braunkehlchen bleiben nach dem Flüggewerden gerne bis zu zwei Wochen länger versteckt. In Kerngebieten erst nach dem 15. Juli mähen.
FeldlercheSpäte Mahd und Rückzugsstreifen bieten Nistplätze und Schutz für die Aufzucht der Jungen.
NeuntöterEine Kombination mit Einzelbüschen, Buschgruppen oder Kleinstrukturen schafft Sitzwarten und Flächen für die Insektenjagd.
SchleiereuleArtenreiche Wiesen beherbergen Mäuse und andere Beutetiere der Schleiereule.
Wer sonst noch profitiert

Hummel

Schmetterling

Honigbiene

Feldgrille

Zauneidechse

Blütenpflanzen
Praxistipp
- Extensive Wiesen mit Rückzugsstreifen oder Kleinstrukturen wie Einzelbüschen kombinieren, um Tieren während der Mahd Schutz zu bieten und zusätzliche Lebensräume zu schaffen.
- Wo betrieblich möglich, auf den Mähaufbereiter verzichten.
- Erkundige dich beim Landwirtschaftsamt oder der Vogelwarte, ob sich deine Fläche im Braunkehlchen-Kerngebiet befindet





